Die Dunkelfalle

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diese Kurzgeschichte entstand vor einigen Jahren im Rahmen eines Projektes. Das Ziel war eine Sammlung von Kurzgeschichten zum Thema Angst. Dieser Text wurde nicht aufgenommen. Nichts desto trotz hoffe ich, dass Ihr viel Freude daran haben werdet.


Von zwei roten Lichtern geführt, lenkte Simon Viersam seinen Wagen sicher durch das Halbdunkel der Tiefgarage. Die Rücklichter verschwanden um eine Ecke des untersten Parkdecks. Als Simon um die Ecke bog, blieben die roten Scheinwerfer verschwunden. Er setzte den Blinker und parkte den alten Mercedes sorgfältig ein. Nachdem er sich versichert hatte, dass das Lenkrad eingerastet und das Radio in der Konsole verstaut war, öffnete er die Türe und stieg aus. Ein schwacher Dunst von Benzin und abgestandene Luft begrüßten ihn in der zwielichtigen Leere. Laut fiel die Autotüre ins Schloss, danach folgte nur noch das helle Ratschen des Schlüssels. Simon Viersam drehte sich um und durchforschte die Sohle des Parkhauses nach Peter und Erik. Ihr Wagen war nirgends zu entdecken. Gar kein Wagen war in den Schatten der Pfeiler zu erspähen. Eine schleichende Beklemmung bemächtigte sich des jungen Mannes, in der Stille dieser unterirdischen Betonwüste. Als er sich umwandte, um in die Sicherheit seines Autos zu flüchten, war dieses fort. "Von den Schatten geschluckt", schoss es Simon durch den Kopf. Ein lastender Druck stahl sich auf seine Brust und erschwerte das Atmen, der Schweiss brach ihm aus allen Poren, dann legte sich eine kalte, große Hand um seinen Magen und schloss sich. Von einer der trüben Lampen beschienen sah er neben einer öligen Pfütze am Boden ein Päckchen Zigaretten. Er bückte sich, es auf zu nehmen und steckte es in die Brusttasche seines Hemdes. Als er wieder aufsah fiel sein Blick auf die Rampe, die er zuvor heruntergekommen war. Obwohl die Beklemmung in seiner Brust zu einer ungewissen Furcht gewachsen war, beschloss er den Weg zu Fuß nach oben an zu treten. Betont gemächlich schritt er den Betonberg hinauf und stockte auf halber Strecke. Vor ihm senkte sich der Boden hinab in unendliche Schwärze. "Hallo", fragte er zögerlich in das Nichts hinein. Zur Antwort erhielt er ein Echo, dass aus unfasslicher Weite und Tiefe kam und ein kalter Odem streifte ihn. Wieder der Hauch von Benzin. Die Hölle hatte sich vor ihm aufgetan, ganz still und wartend. Er stolperte zurück und irrte durch das Labyrinth der Tiefe. Bleiches Licht, graue Pfeiler, rote und grüne Stahltüren, hinter denen jene Hölle lauerte. "Warten Sie doch", rief jemand weit hinter ihm, aus der Halbwelt. "Ich bin Herr Hessler, Ihr Führer". Kalt, harsch und spöttisch schallte es viel zu laut durch den Raum. Der Klang lockte andere Dinge, vielleicht noch schlimmer als jene stumme, untergründige Hölle. Dann erwachte Simon Viersam mit einem leisen Schrei. Schweißgebadet stand er auf und begann mit der Morgentoilette.

Simon Viersam, 32 Jahre alt, klein, schmal gebaut, blonde Haare und seines Zeichens Informatiker, arbeitete als Programmierer und Designer bei einem Konzern, dessen Schwerpunkt den öffentlichen Verkehr umfasste. So war er just in diesen Wochen mit einem Simulationssystem für den Ausbau des Österreichischen "High-speed-railway-Netzes" betraut. Am Frühstückstisch blätterte der Junge Mann durch den Frankfurter Stadtanzeiger und trank noch einen schnellen Kaffee. Vieleicht war es Zufall, dass er mit der Zeitung vor der Nase seine Kaffeetasse anstieß und vielleicht war es nur eine Sinnestäuschung, dass das dünne Papier des Tageblattes sich leicht wölbte, vielleicht war es nur Einbildung, dass der Geruch der Druckerfarbe für einen Augenblick von einem Hauch Benzin überdeckt wurde und, dass das Licht einen Moment flackerte... Aber das Bild auf dem Tisch war real: Eine kleine dunkle Pfütze breitete sich neben dem Päckchen Zigaretten aus. Als der Diplominformatiker sich vorbeugte, um die Zigaretten vom Tisch auf zu nehmen, krochen verworrene Bilder in ihm hoch und das Atmen fiel ihm schwer. Schatten, die gefürchteten Schatten, tanzten über seine Augen; Er schauderte, riss sich dann aber zusammen. Es war nichts. Eine Saviete und der Kaffeefleck - die dunkle Pfütze, dachte er - war fort und dann rief die Arbeit.

Doch zunächst zur Bank. "Guten Morgen, ich komme wegen eines Schließfachs". "Ihr name bitte", erkundigte sich die Dame am Schalter höflich. "Simon Viersam, ich habe hier einen Schrieb mit den genauen Daten." Die Kassiererin nahm die Papiere entgegen. Nach einem kurzen Blick darauf, reichte sie sie dem netten Herrn mit den Worten: "Nehmen Sie bitte dort vorn Platz, ich rufe Herrn Heschler". Herr Heschler war ein Mann unbestimmten Alters, im grauen Anzug. Auf seinem nichtssagenden Gesicht strahlte ein Verkäuferlächeln. "Guten Morgen, Herr Viersam! Frank Heschler mein Name. Ich bin ab jetzt für Sie zuständig. Immer wenn Sie auf ihr Schließfach zugreifen möchten, fragen Sie einfach nach mir." "Gut, gut", murmelte der Jüngere. "Möchten Sie jetzt etwas einlagern?" "Ja, - deswegen kam ich." "Ja ich will", dachte Simon und musste ein Grinsen unterbinden. Herr Heschler war ihm unangenehm. Warum, wusste er selbst nicht. Wäre es ihm nur eingefallen, dann wäre er dem Beamten nicht gefolgt, sondern schreiend aus der Bank gerannt. Durch eine Feuerschutztüre ging es in das Treppenhaus, dann hinab und durch eine doppelflüglige Stahltüre in den Keller. Hier verzweigten sich einige Gänge. Der Bänker eilte dem Kunden voraus. An weiteren grünen Stahltüren in den Mauern des Ganges vorbei, bis er schließlich vor einer jener Türen stehen blieb. "Herr Heschler", dachte Simon und wusste woher das Gefühl der Beklemmung stammte. "Kommen Sie Herr Viersam, ich darf Sie jetzt zu Ihrem Schließfach führen." "Nein", wollte Simon schreien, "Nein! Lass mich!" Sein Herz begann zu rasen, seine Eingeweide schwebten und fielen, Schweißperlen sammelten sich auf seiner Stirn. "Ist Ihnen nicht gut", fragte sein Führer besorgt und öffnete die Türe. Ein Raum, getäfelt mit kleinen Panzertüren, getaucht in dezentes Licht lag dahinter.

Die kommenden Tage verliefen verhältnismäßig stressig, aber in gewöhnlichen Bahnen. Nur der Traum, oder Teile dieses Albtraumes, kehrten in den folgenden Nächten unregelmäßig wieder.

Zwei Wochen später, am 15. Juli, betrat Simon Viersam das Bureau seiner Arbeitsgruppe. Mit einem fröhlichen "Morning" klopfte er an den Rahmen der offenen Türe, um einen Gast vor zu finden. "Moin Simon", grüßte Leif zurück. "Das ist Herr Häsle, von der Ö.B.B.. Herr Häsle, das ist Herr Viersam". "Grüße Sie Herr Viersam. Ich bin so zu sagen der LockFÜHRER des Projekts, haha." "Angenehm", antwortete Simon im Automatikbetrieb. "Ich bin Herr Hessler, Ihr Führer", hallte es in seinem Kopf. für einen Augenblick wurde ihm schwindelig und die Dunkelheit senkte sich auf ihn herab. In den Schatten zeichneten sich graue Pfeiler ab und ein kalter Hauch umspielte seine Knöchel. Ihn fröstelte und die Angst schlich sich von hinten an ihn heran. Das Licht vergraute - ja es vergraute -, ein besseres Wort ließ sich dafür nicht finden. Der abgestandene Geruch von Benzin und das Gef¨hl grenzenloser Schwärze stahlen sich näher. "Simon? Alles ok?" Leifs Stimme überwand den klaffenden Spalt zwischen dieser Finsternis und der anderen Welt jenseits davon. Warme Luft floss um den Programmierer zusammen und Lichtpartikel fanden wieder ihren Weg zu ihm. "Obwohl", wie es tief aus den dunklen Ecken seinerselbst hallte, "es eigentlich genau anderherum ist. Ich habe meinen Weg zurückgefunden. Doch wielange werde ich ihn noch finden können?" Laut sagte er: "Nein, nein, alles in Ordnung. Ich glaub ich brauch' einfach 'n Käffchen. Ihr auch?" Hinter den dicken Scheiben des Gebäudes schien das Licht den ganzen Tag über schwächer zu sein als sonst. Aber leider ließ dem Jungen Informatiker die Arbeit keine Zeit dies zu bemerken.

Am Abend regnete es in Strömen. "So eine Pisse", fluchte Simon hinter dem Steuer seines Wagens. "Aber das war wohl fällig." Das Gewitter war schon vor einer halben Stunde aufgezogen und hatte den Himmel in jenes unwirkliche grün-grau verwandelt. Manchmal flammte der Horizont blau-violett oder einfach weiß auf. An seinem Parkplatz angekommen löschte er die Scheinwerfer, versicherte sich, dass das Lenkrad eingerastet war und stieg schnell aus. "Verdammt", schimpfte er, während er hastig den Wagen verriegelte. "Warum hat man nie einen verdammten Schirm, wenn man einen braucht." In seiner Hast ließ er den Schlüsselbund fallen. Leise schimpfend bückte er sich danach und dabei fiel ihm das Päckchen Zigaretten aus seiner Brusttasche. Es kam neben einer brackigen Pfütze auf dem dunklen Asphalt zu liegen. Simon erstarrte für einen Augenblick und die andere Welt öffnete ihren Schlund für ihn. Jetzt war kein Leif da und das bisschen Zwielicht sickerte sehr, sehr schnell aus der gewittrigen Dämmerung. Schon empfand er die Donnerschläge als viel zu laut in den unheimlichen Weiten des Untergrunds. Ein hämisches Lachen drang durch das erdrückende grau der Kaverne. Ein leises Rauschen und Wummern erfüllte die Leere zu seiner linken. Er wusste, wenn er den Kopf nur ein Stück in diese Richtung drehte, würde sein Blick dem grauenvollen Nichts begegnen. Seine Muskeln erlahmten und krampften, sein Puls beschleunigte und wollte doch stehen bleiben. Das Blut staute sich in seinem Kopf, drohte ihn zu zersprengen. Und langsam, ganz langsam wandte er den Kopf, er wollte nicht und konnte nicht anders. Eine laute Hupe zerriss die Stille und ein bedauerndes Knistern, wie von Elektrizität zog sich zurück, als die Straße in den Vordergrund glitt. Simon Viersam lag auf den Knien, den Kopf vornübergeneigt, und würgte. Das eiserne Band um seine Brust löste sich nur zögerlich. Er erbrach sich in die Pfütze. Am ganzen Leibe zitternd wankte er danach mühsälich zur Haustüre.

Als er an diesem Abend zu Bett ging, ließ der junge Informatiker die Schreibtischlampe brennen. Etwas, was er seit seiner letzten, nächtlichen Stephen King Lektüre nicht mehr getan hatte. Furcht lauerte in den Schatten, die Angst hatte sich in seinen Knochen verkrallt; Kalt und hart packte sie zu und ließ nicht los. Nichts das er sehen konnte, nichts, das irgendein Mensch hätte erfassen, noch verstehen können, wartete auf ihn. Es wartete nicht in den Schatten, um daraus hervor zu treten, es waren die Schatten, das Verborgene. Es war das dahinter, das hinter der Welt lauert. Eine Welt, in der ein Schimmer nicht freundlich, sondern grausam war, weil er erahnen ließ, was außerhalb des Lichtkreises nicht war. Und dieses Knistern... Welcher Schrecken hatte damit zum Abschied gewunken?

Als er schließlich völlig übermüdet und voll der nagenden Angst einschlief entfaltete sich um ihn eine Welt, die kein Mensch je gesehen hat, noch in seinen finstersten Stunden zu sehen wünschte. Zuerst hörte er das Knistern, wie elektrostatische Entladungen an einem riesigen Fließpullover. Dann wogte der Geruch von Benzin und Öl heran und überrollte ihn. Das Knistern zu seiner Linken war jetzt sehr nahe. Die Schwärze jenseits der Rampe, jenseits der bleichen Schehmen, sreckte sich nach ihm aus. Ein Tentakel aus Schwärze tastete nach ihm. Er hob, ohne es zu wollen die Hand. Seine Finger berührten etwas, dass sich anfühlte wie Spinnweben, dann schrie er. Seine Finger waren nur wenige Zentimeter in das Schwarz gedrungen, dass immer erregter knisterte. Es war grauenvoll. Schmerzen, jenseits aller Schmerzen, die er kannte. Er zog seine Hand zurück, kleine schwarze Tentakel blieben noch daran haften. Doch wo seine Finger gewesen waren, war nun nichts. Die Hölle hatte seine Finger weggeäzt. Und vielleicht war dieses Wesen oder, was es auch sein mochte, schon in ihm. Vielleicht trug er schon die Hölle in sich. Grauen und Furcht wucherten in seiner Seele, wie Krebsgeschwüre. Abscheu und übelkeiterregender Ekel trieben ihm Gänsehaut über den Rücken. Er musste würgen, wollte sich erbrechen, seinen ganzen Körper in das Nichts kotzen, um seine Seele zu retten. Ein Lachen aus dem Zwielicht schallte schneidend durch die Sohle der Tiefgarage. Er war nicht unter der Erde, er war zu weit entfernt von einem Ort unter der Erde. auf einmal barst die Welt in drei Welten, die er alle gleichzeitig durchwanderte. Nur welcher düstere Ort war real? Oder hatte er einfach die dünne Wand, die Realität von Träumen trennt, durchschritten. Vielleicht hatte er schlicht die Wand umrundet?

Er eilte durch ein System aus Gängen, mit weißgekalkten Wänden und Betonböden. vor ihm durch das kalte Licht der Neonröhren verschwand Herr Heschler lachend. "Bitte folgen Sie mir, Herr Viersam! Sie möchten doch zu Ihrem Schließfach... Kommen Sie, nur noch um diese Ecke." ...Und immer noch eine Ecke folgte. Hitzewellen und Atemnot machten es ihm immer schwerer dem Bankbeamten zu folgen. Er wollte einfach stehen bleiben und sich ausruhen. Doch als er sich umblickte, stöhnte er voll Entsetzen auf. Hinter Simon schwebten die Lampen schimmernden Quallen gleich ineinander und ließen nur Dunkelheit und ein unbestimmtes Knistern zurück. Vor ihm eilte Herr Heschler nun laut lachend weiter. "Kommen Sie! Kommen Sie! Haha haha!"

Während all dies geschah stand er auch an einem U-Bahnhof. Herr Häsle ließ sich gerade über die Kannte des Bahnsteigs auf die Gleise herab. "Na kee, kommen's ran. Ich bin schließlich Ihr Lockführer! Kommen's scho' mit. Ma müssen da 'nunter." Sein falsches, hinterhältiges Lächeln blitzte Simon an. Aber die Stimme zog ihn in ihre Richtung. Schritt für Schritt schleppte er sich an die Bahnsteigkante. Die Lichter im Bahnhof verloschen langsam und in der zunehmenden Dunkelheit sah Simon das Licht. Ein kleiner Punkt blassen Schimmers glomm in der Finsternis des Tunnels.

Herr Hessler verfolgte ihn durch die schmalen spalte zwischen Wand und Pfeilern, durch kurze Passagen hellen, kalten Lichts zurück ins Halbdunkel der Tiefgarage "Ja, laufen Sie nur dort entlang", lachte er höhnisch. Herr Heschler winkte ihn vorwerts, zur nächsten Abzweigung. Herr Häsle lächelte immer noch eiskalt. Und schritt für schritt näherte er sich der Kante des Bahnsteigs, der Verzweigung im Keller der Bank, dem nächsten schmalen Durchgang. Doch wo in diesem Labyrinth jener Welten und Räume... Wo war der Ausweg? "Geh in die Dunkelheit", flüsterte eine kleine, helle Stimme im Kellersystem der Bank. "Geh in die Dunkelheit. Es ist eine Falle", die Stimme war eindringlich und flehend. Da sah er hinter der nächsten Ecke, an der Herr Heschler wartete einen warmen, freundlichen Schimmer. "Kommen Sie", riefen sie alle. Der andere Zweig des Ganges schluckte alles Licht. Es Knisterte leise aus diesem Gang. Er spürte seine pochende Hand wieder. Sein Magen krampfte erneut und eine Gänsehaut zog sich über seine Wangen. Die Angst schabte mit Rasierklingen-Fingernägeln über seine Knochen... Und sein Körper schrie. "Nein ich will nicht", raste es immer wieder durch seinen Kopf. Dann brach ein Schrei aus ihm hervor. Ein urzeitlicher Schrei des Grauens. In diesem Schrei lag die Furcht der ersten Menschen, die Furcht des Universums. Er rannte. Er rannte und fiel in die Dunkelheit, die ihn mit großer Gier schluckte. All das entsetzliche Verlangen, dass er aus der Finsternis gespürt hatte, brach über ihn herein. Dann erwachte er in eine Welt. Noch während er in jene Welt ganz eindrang, um nie wieder aus ihr heraus zu kommen, hörte er den Flügel einer riesigen Stahltüre ins Schloss fallen. In einer anderen Welt fauchte etwas bedrohlich heran, am dritten Ort knisterte es ganz nah' und das Rauschen und Wummern hob an, in seinen Brustkorb zu fahren. Dann war der Moment des Übergangs vorüber...

Dämmerlicht mit einem leichten Stich rot ergoss sich über sein Bett. Vögel zwitscherten, als bekämen sie's bezahlt. Erleichtert und zu tode erschöpft atmete Simon Viersam aus.

Und das könnte es gewesen sein, wenn nicht das folgende Telefongespräch, einige Tage später, gewesen wäre. "Hallo Simon, ich bin's Erik. Du ich habe Karten für die Oper in Paris gewonnen. Drei Stück. Ich dachte, wie wäre es, wenn Peter, du und ich dies Wochenende hinfahren?" "Geni-al", ereiferte sich Simon begeistert. "Wie kommen wir hin?" "Ich dachte", sagte Erik, "mit dem Wagen." "Aber Paris und Parkplätze, das ist doch wie... wie Dorfarzt ohne Wartezeit", fragte Simon zweifelnd. "Ach das wird kein Problem. Die haben da ein prima Parkhaus bei der Oper. 15 Stockwerke tief. Peter sagte, das wäre eine ganze Stadt unter der Erde." "Ich würde wirklich lieber mit dem Zug fahren." "Auch gut, fahren wir TGV." "Abgemacht", stimmte Simon sehr erleichtert zu. Fünf Minuten später legte er lächelnd auf.