Dunkel

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Dunkel ist ein lautmalerisches gedicht, eine Impression. Ein Eindruck von etwas Unheimlichem, etwas, das man nicht fassen kann, das hinter der Welt lauert.


Wo dunkle Runen Furcht durchfurchen
Und nun Frosch nur noch und Kröte lurchen,
Dort wohnst Du, Unhold Ungeduld.
Du schuft blutender Unschuld huld,
Vom gurgelnd' Kruge blut'ger Gunst,
Schlucht und Schlund der dunklen Kunst.
Du suchtest Fluch und Tod'sgeruch
Und horchtest unterm stummen Tuch
Der gräulich hohlen Ungrundhöhlen,
Den Fuhl voll Kohlen um zu köhlen.

Da brach herab das schwarze Grab!
War scharf der Bart,
War kalt und hart,
Verwarf Dein'n gar klamm' Leib herab.

Dein Leichnam west da schlammesgleich.
Ja ekelhaft
Fand ich's geschafft.
Verschwammest da, ganz fad' und bleich.
Dann fallest TIEF ins Totenreich.